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Reges Treiben am Lothringer Kreuz |
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Montag, 17. Mai 2010 |
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Thomas Burg, Bürgermeister von Überherrn, Christine Thiel, Bürgermeisterin von Berviller und Karla Thieser-Aulenbacher, Ortsvorsteherin von Berus, luden ein zur Einsegnung des Lothringer Kreuzes auf dem "Alten Grenzweg" zwischen Berviller und Berus. Allein von der Beruser Seite wanderten rund 150 Bürger in Richtung Grenze, die Mairie in Berviller war Startpunkt einer ähnlich großen Delegation. "Solch einen Ansturm habe ich gar nicht erwartet", so Bürgermeister Burg, der gemeinsam mit dem Maire von Carling, Adier Gaston, und seinen Ortsvorstehern den Trupp auf deutscher Seite anführte. Die kurze Wanderung führte über den Alten Grenzweg und den Saargau-Wanderweg durch herrliche Natur. Am Ziel begrüßte eine Delegation deutscher und französischer Jagdhornbläser die Wanderer. Burg, Thiel und Thieser-Aulenbacher hoben in Ihren Ansprachen die deutsch-französische Freundschaft und das gute Miteinander hervor. Das Lothringer Kreuz ist Zeichen der Verbundenheit zweier Grenzregionen im Herzen Europas, die immer mehr zu einer Region zusammenwachsen. Pastor Achim Thieser und Abbé Alain Wecker segneten gemeinsam mit Diacre Denis Derhan das Kreuz ein und legten nach dem Vorbild der Jakobspilger einen Stein am Fuß des Kreuzes nieder. Die Wanderer stärkten sich mit einem regional erzeugten Mirabellenwein, ein deutsch-französisches Stimmengewirr war der beste Ausdruck der gelebten europäischen Freundschaft!
Das Kreuz mit zwei Querbalken wurde errichtet von einer Bürgerinitiative aus den Gemeinden Berviller und Überherrn.
Das Symbol stammt aus dem 15. Jahrhundert. Im Zweiten Weltkrieg machte
Charles de Gaulle das Lothringer Kreuz zum Zeichen des Widerstandes
gegen die Kriegsmaschinerie des Dritten Reiches. Heute mahnt das Kreuz
zum Dialog und der weiteren Festigung der deutsch-französischen Freundschaft. Zum Zeichen der Solidarität sollen Wanderer nach dem Vorbild der Jakobspilger einen Stein am Fuß des Kreuzes niederlegen.
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