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Unter dem Motto „der Saargau wandert“ wurde am vergangenen Samstag der Saargau-Wanderweg offiziell eröffnet. Gut 100 Wanderfreunde machten sich von den beiden Saargau-Burgen Siersburg und Teufelsburg zur Sternwanderung nach Gisingen ins Haus Saargau auf. Fürs leibliche Wohl und die Unterhaltung der Wanderer war durch das Engagement der Gisinger Vereine bestens gesorgt. Bürgermeister Wiltz dankte in seiner Rede allen, die an der Realisierung des neuen Wanderweges mitgewirkt haben. Anschließend enthüllte die Gisinger Powaikönigin Carolin I den Gaustein mit Saargau-Mosaik. Großen Absatz fand die neue Saargau Wander- und Erlebniskarte.
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Wolken und Nebelschleier verhüllten die Burgen, als sich gegen 9 Uhr
die Wanderer an den Startpunkten der Sternwanderung einfanden. Und für
den Nachmittag war Regen vorausgesagt… Kein Grund zum daheim bleiben
für die gut 100 Wanderfreunde aus der Region Saargau und den deutschen
und französischen Nachbargemeinden: Sie wollten dabei sein beim
offiziellen Startschuss in die Saargauer Wanderzukunft. Nach
zweijähriger Bürgerarbeit wurde der neue „Saargau-Wanderweg“ endlich
Realität!
Als Symbol für das Zusammenwachsen zur Region Saargau
verbindet der Weg auf fast 50 Kilometern die Orte der Gemeinden
Überherrn, Wallerfangen, Rehlingen-Siersburg und der Stadt Merzig.
Einheimischen wie Besuchern der Region erschließt die Wegstrecke das
ganze Spektrum dessen, was den Saargau so liebenswert und
unverwechselbar macht: weite Aussichten, urige Wälder, hübsche Dörfer,
kulturelle Sehenswürdigkeiten und gemütliche Einkehrmöglichkeiten.
Nach
einer kleinen Stärkung am Start ging es dann auch endlich los: Als
langgezogener Wurm setzten sich die Teilnehmer in Gang und tauchten ein
in die grandiose Natur. „Ich hätte gar nicht gedacht, dass es hier so
schön ist, da braucht man nicht extra ins Allgäu oder in den
Schwarzwald zu fahren“ – so war die Resonanz schon nach wenigen
Gehminuten. Auf schmalen, oft pfadartigen Waldwegen und auf
naturbelassenen Feldwegen sammelten die Teilnehmer viele große und
kleine Eindrücke von ihrer schönen Heimatregion. „Den Weg müssen wir in
unseren Wanderkalender aufnehmen“, so war es von Seiten der
Saarwald-Vereins-Angehörigen zu verlauten – ein deutliches Zeichen für
die gute Streckenwahl des Saargau-Weges. Diese ist sicherlich auch den
Wanderwarten des Saarwald-Vereins zu verdanken. Klaus Schönberger: "ich
habe bei der Konzeption der Route bewusst soweit wie möglich auf
asphaltierte Wege verzichtet“.
Nicht nur die Beschilderung entspricht
nach ihrer endgültigen Fertigstellung also den in aller Munde
befindlichen Premiumwegen, auch der Weg an sich kann es in allen
Punkten mit diesen Zugpferden des Saarland-Tourismus aufnehmen. Die
beiden Regionalmanager der Region Saargau, Patrik Henschel und Jens
Reiter, sind deshalb auch bestrebt, zusammen mit den Touristikern aus
Kommunen, Kreis und Land Möglichkeiten zur touristischen Inwertsetzung
des Saargau-Weges zu entwickeln. Ein erster Schritt dazu ist bereits
getan: Mit dem Verlag PublicPress konnte der größte deutsche
Wanderkartenverlag für die Erstellung einer Saargau Wander- und
Erlebniskarte gewonnen werden. Die hochwertige Karte im Maßstab 1:25000
wird ab sofort bundesweit vertrieben und wirbt für einen Abstecher oder
Urlaub im Saargau. In unserer Region ist die Karte zurzeit in den
Rathäusern der Saargau-Kommunen sowie in der Tourismuszentrale des
Landkreises Saarlouis erhältlich.
Nach Eintreffen der Wandergruppen am
Ziel am Haus Saargau in Gisingen führte dann auch der erste Gang oftmals
direkt zum Verkaufsstand des Kartenverlages. Doch auch für das
leibliche Wohl war bestens gesorgt: Ortsvorsteherin Astrid Matyssek und
die Gisinger Vereinsgemeinschaft hatten in geübter Powai-Fest-Manier keine
Mühen gescheut, um den Wanderern ein buntes Rahmenprogramm zu bieten:
Während sich die Wanderer nach der rund 3-stündigen Wanderung
erschöpft aber glücklich mit Erbsensuppe, Würstchen und Getränken
eindeckten, spielte die Orchestergemeinschaft St. Barbara-Gisingen, gab es einen Korbflechter (Berthold Meiers aus Lebach-Steinbach)
zu bewundern und Honig aus der Region (Familie Forster-Seiwert aus Gisingen) zu kaufen. Das Haus Saargau und
der Bauerngarten waren zur Besichtigung geöffnet und bei der Feuerwehr
gegenüber gab es Kaffee und selbstgebackene Kuchen.
In seiner Rede
dankte Bürgermeister Wolfgang Wiltz all denen, die bei der Konzeption
des Saargau-Wanderweges und der Organisation des Festes tatkräftig
mitgewirkt haben. Maßgeblichen Anteil an der Realisation hat das
Ministerium für Umwelt, das sich an der Finanzierung beteiligt hat. Als
Vertreter des Ministeriums konnte er Eberhard Ritsch begrüßen, der als
Ansprechpartner für die Region zuständig ist. Ebenfalls an seiner Seite
fanden sich Vertreter aus den anderen Saargau-Kommunen ein, die
Rehlingen-Siersburger und Überherrner Bürgermeister Martin Silvanus und
Thomas Burg sowie den ersten Beigeordneten der Stadt Merzig, Ernst
Schrader. Neben einem neuen Infoschild wirbt auch die Arbeit der
Fremersdorfer Künstlerin Dagmar Defland für die Region und ihren
gemeinsamen Wanderweg: Die amtierende Powai-Königin Carolin Nock aus
Gisingen enthüllte unter dem Beifall der rund 150 Besucher einen
Gaustein, auf dem das offizielle Saargau-Logo in Form eines Mosaiks
angebracht ist. Das Kunstwerk markiert das Haus Saargau als Mittelpunkt
des Saargau-Wanderweges; 25 Wegkilometer südlich in Berus sowie
nördlich in Silwingen werden zeitnah zwei weitere Mosaik-Steine am
Ausgangs- bzw. Endpunkt des Weges aufgestellt.
Von Regen keine Spur, der Wetterbericht hatte gottlob Unrecht: Frisch
gestärkt und ausgestattet mit Prospektmaterial des Naturparks
Saar-Hunsrück und Saargau-T-Shirts, Saargau-Kappen und -Aufklebern
machten sich viele Wanderer zu Fuß zurück zu ihren Ausgangspunkten an
den Wanderparkplätzen in Siersburg und Oberfelsberg. Und für
diejenigen, die lieber bequem zurück kommen wollten, standen die beiden
Sonderbusse der KVS bereit. Die Veranstaltung war ein großer Erfolg und
man war sich einig: Dies war nicht die letzte Wanderung auf dem neuen
Saargau-Wanderweg!
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